Wilma Wochenwurms Fortsetzungs-Adventsgeschichte zum Vorlesen. Nr. 3 – mit Rezept für Vogelfutter zum Selber machen

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Das Grummeln hört sich fast ein wenig furchterregend an und Wilma schaut sicherheitshalber noch einmal um sich. Aber es ist nichts und niemand zu sehen. Nur Pieps sitzt neben ihr.
„Grrrrr“, macht es wieder. Und jetzt ahnt Wilma, was es sein könnte.
„Grrr…mrrrmrrr….brrrrblurb“
Wilma drückt ihren Kopf an Pieps Bauch – und tatsächlich! Es ist der Bauch von Pieps, der da so schauerlich grummelt und rumpelt. So laut hat Wilma noch nie einen Magen knurren hören.


Wurmschlaue Notiz von Susanne Bohne

Wurmschlaue Notiz:
Hast du deinen Bauch schon einmal knurren und grummeln hören?
Das ist ganz normal und nichts, weswegen man sich fürchten müsste.
Warum dein Bauch knurrt, ist einfach zu erklären:

Die Nahrung, die du isst, gelangt zuerst mal in deinen Magen. Und der knetet dein Essen richtig gut durch. Dein Magen ist ständig in Bewegung. Egal, ob du gerade etwas gegessen hast – oder nicht.

Wenn du nun aber eine Weile nicht gegessen hast, dann knetet
dein Magen Luft und das verursacht die Grummel-Geräusche; dein Magen knurrt – bis du ihm wieder etwas zu tun gibst.

Merke: Wenn der Magen knurrt, hast du (meistens) Hunger!

Wurmschlaue Notiz -Darum knurrt der Magen - von Susanne Bohne
(c) Susanne Bohne

„Ach du jemine!“, ruft Wilma besorgt. „Hast du so einen Hunger, liebe Pieps?“
„Ja…fürchterlichen Hunger“, antwortet Pieps ganz leise. „Im Winter finden wir Vögel viel weniger Futter. Und wenn es dann noch so kalt ist…“
„Grrrrgggrrrr, rumpel pumpel…“, macht Pieps Magen wieder.
„Du Arme“, sagt Wilma mitfühlend.
„Ich wünsche mir an Weihnachten so unbedingt gern eine große Portion Vogelfutter. Und eine Rosine zum Nachtisch“, piepst Piep traurig und Wilma hat im nächsten Moment eine wunderbare Idee: „Pieps, nun komm erstmal mit. Ich wollte mir gerade einen Gänseblümchentee kochen. Und für dich finde ich sicher auch etwas, das du futtern kannst. Ich kenne da nämlich ein tolles Rezept.“
„Wirklich? Ach, das wäre so wunderbar, liebe Wilma“, flötet Pieps und dann knurrt ihr Magen auch schon wieder so laut, dass man es über die ganze Wiese tönen hört.
Die beiden Freunde kichern ein bisschen und Wilma sagt: „Wir sollten uns wohl beeilen, was? … und außerdem muss ich meine Nasenspitze jetzt auftauen. Die fühlt sich nämlich schon wie ein Schneeball an.“

Und so wurmen und fliegen Wilma und Pieps über die frostige Wiese und freuen sich auf Wilmas warmes Zuhause, wo sie gemeinsam alles notwendige für das angekündigte Rezept heraussuchen:

Vogelfutter selber machen Rezept DIY von Susanne Bohne
(c) Susanne Bohne

Vogelfutter selber machen
Ein Rezept für Pieps

Zutaten:
200g Kokosfett
250g Wildvogelfutter (lose)
(Für Rotkehlchen dürfen auch gern Rosinen dabei sein)
Alufolie
Keksausstecher (z.B. Stern)
Zahnstocher oder Strohhalme
Bändchen zum Aufhängen

Dann kann es auch schon losgehen:

  • Das Fett in einer Pfanne oder in einem Topf schmelzen.
  • Das Vogelfutter unterrühren und vom Herd nehmen. Etwas abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Ausstechförmchen an einer Seite mit der Alufolie verschließen, so dass das Förmchen einen Boden hat.
  • Die Vogelfutter-Fett-Masse vorsichtig in die Förmchen füllen.
  • In die Mitte einen Strohhalm oder einen Zahnstocher stecken.
  • Mindestens einen Tag aushärten lassen!
  • Dann die Vogelfuttersterne vorsichtig aus den Förmchen lösen, den Zahnstocher (Strohhalm) entfernen und ein Bändchen durch das Loch ziehen.
  • Im Garten oder auf dem Balkon aufhängen.
  • Guten Appetit, Pieps! 🙂
Vogelfutter selber machen - Ein Rezept für Pieps - von Susanne Bohne
(c) Susanne Bohne

Pieps ist sehr dankbar für ihre tolle Freundin Wilma. Und Wilma ist sehr froh, dass sie Pieps helfen konnte.
Nachdem sich das Rotkehlchen ein bisschen gestärkt und Wilma ihren Tee geschlürft hat, sitzen sie gemeinsam auf dem Sofa und erzählen sich vom Sommer.
Aber dann… ja dann sagt Pieps: „Sag mal, Wilma, riechst du das auch?“
Wilma schnuppert und verzieht das Gesicht.
„Wuäh. Ja. Puh. Was ist das? Das ist ja ein ekelhafter Geruch!“
Beide halten sich die Nasen zu und schauen aus dem Fenster. Und was sie da sehen, können die beiden fast nicht glauben…

Fortsetzung folgt…

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