Lerngeschichten

Warum Bienen wichtig sind? Prinzessin Blaublüte erklärt’s! (Lerngeschichte für Kinder)

Warum Bienen so wichtig für uns sind. Lerngeschichte zu Natur und Umwelt für Kinder. Von Hallo liebe Wolke.

Warum sind Bienen wichtig?
Prinzessin Blaublüte findet es heraus!

Die kleine Prinzessin Blaublüte spaziert an einem heißen Julitag über die große Wiese hinter ihrem kleinen Schloss am Ende der Straße. Seit Tagen hat es nicht mehr geregnet und einige Blumen lassen traurig ihre Köpfchen hängen. Sie bräuchten dringend einen ordentlichen Regenguss, um zu trinken. Sogar einen kleinen Baum, der seine braunen Blätter wie im Herbst abwirft und mächtig durstig ist, hat die Prinzessin entdeckt.

Und dann ist Prinzessin Blaublüte auf ihren Spaziergängen noch etwas anderes aufgefallen: Es gibt immer weniger Blumen in den Gärten in ihrer Straße und auch die Bienen und Hummeln und Schmetterlinge kommen viel seltener her. Weil sie nichts zu essen finden. Denn Bienen lieben gut duftende Blumen, um Blütenpollen zu sammeln und den süßen Nektar aus ihren Kelchen zu schlürfen.

Als Prinzessin Blaublüte ganz fest darüber nachdenkt, wie sie den Blumen helfen kann – denn sie ist ja nur eine klitzekleine Prinzessin und das Wasser in ihrer Gießkanne würde noch nicht mal für ein kleines Gänseblümchen reichen – hört sie jemanden brummeln. Und es ist ein sehr trauriges Brummeln.

Hummeln füttern. Warum Bienen wichtig sind. Lerngeschichte von Hallo liebe Wolke

(c) Susanne Bohne / Hallo liebe Wolke

Prinzessin Blaublüte erkennt sofort, wer da so traurig brummelt: Es ist Hilde Hummel! Die ist doch sonst so fröhlich und immer gut gelaunt! Was ist denn nur passiert?

Hilde sitzt ganz schwach im Schatten auf der Wiese und kann sich kaum noch rühren. „Ach, Blaublüte!“, brummelt Hilde leise, „wie gut, dass du vorbeikommst! Kannst du mir bitte helfen?“

„Ja, aber natürlich, Hilde!“, antwortet Blaublüte und streichelt über den weichen Hummelpelz. „Was soll ich tun?“

„Ich brauche etwas zu essen! Ich habe keine Blumen gefunden. Bitte mach schnell.“, seufzt Hilde schwach.

„Ja, natürlich!“, ruft die kleine Prinzessin. „Ich bin gleich wieder da. Halte durch, Hilde!“

Und dann läuft Blaublüte zurück in ihr Schloß, so schnell sie kann. Sie weiß genau, was zu tun ist, denn Hilde hat ihr das schon mal erklärt, wie man helfen kann, wenn Hummeln oder Bienen ganz schwach sind, weil sie nichts zu essen finden:

Hummeln richtig füttern

Blaublüte löst einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmen Wasser auf. Sie rührt so lange bis der Zucker nicht mehr zu sehen ist und sich vollständig mit dem Wasser vermischt hat.

Mit dem Zuckerwasser rennt sie zurück zu Hilde, die ihr ein schwaches Lächeln schenkt. Von einem Löffel kann Hilde nun trinken, und die kleine Prinzessin hält dabei eine von Hildes sechs Beinchen und streichelt es sanft. So sitzen beide da im Schatten auf der großen Wiese und warten, dass es Hilde wieder besser geht.

Nach ein paar Minuten brummelt Hilde schon viel lauter und viel fröhlicher. Und bald ist sie wieder die friedliche und gut gelaunte Hummel, die ihre Flügel erstmal kräftig ausschüttelt. Das brummt sehr laut. Fast wie ein kleiner Hubschrauber.

Prinzessin Blaublüte ist sehr beruhigt.
„Danke sehr!“, sagt Hilde und umarmt Blaublüte. „Weißt du, seit die Menschen so viel Gift gegen Unkraut und Schädlinge versprühen und keine Blumen mehr pflanzen, die uns Hummeln und Bienen schmecken, ist es sehr schwierig für uns, noch Nahrung zu finden. Außerdem ist dieser Sommer wirklich sehr heiß und trocken.“

„Ja, das stimmt.“, antwortet die Prinzessin, „Das mit den Blumen ist mir auch schon aufgefallen!“
„Dabei sind wir doch so wichtig!“, seufzt Hilde. „Wir bestäuben nämlich die Pflanzen. An uns bleibt der Blütenstaub kleben, wenn wir Nektar und Pollen in den Blumen suchen, und den Blütenstaub nehmen wir so mit und bestäuben andere Blüten, auf denen wir danach landen. Nur so können zum Beispiel Äpfel aus Apfelblüten werden. Oder Himbeeren aus Himbeerblüten. Und denk nur mal, wie lecker der Bienenhonig schmeckt! Wenn es keine Bienen und Hummeln und Schmetterlinge gäbe, dann würde es auch keine Früchte geben, die ihr so gerne esst und zum Leben braucht. Hier in der Gegend habe ich leider keine Blumen gefunden, die uns gut schmecken. Das ist schade, denn ich komme doch gern zu dir zu Besuch, Blaublütchen!“

Hilde will eigentlich los fliegen, um Pollen und Nektar zu suchen, aber Prinzessin Blaublüte hat eine Idee: „Komm mit, Hilde, ich zeige dir eine tolle Wiese, die ich neulich gesehen habe. Da ist bestimmt etwas für dich dabei!“

Und so fliegt Hilde laut und fröhlich brummelnd hinter Prinzessin Blaublüte her und ist schon sehr gespannt, was sie wohl wieder entdeckt hat. Denn die Prinzessin entdeckt viele spannende Sachen. Das weiß sogar Hilde.

Warum Bienen wichtig sind. Hummeln richtig füttern. Lavendel. Lerngeschichte von Hallo liebe Wolke

(c) Susanne Bohne/Hallo liebe Wolke

Und plötzlich stehen sie auf einer riesig großen Wiese, die ganz lila leuchtet: Hier wächst Lavendel, der wunderbar duftet – und der viel, viel guten Nektar und Pollen für die Insekten bereit hält. Hilde ist begeistert. Sie trifft sogar Bella Biene, die schon zum Essen an einem großen Lavendel Platz genommen hat.

„Oh, Blaublütchen!“, freut sich Hilde sehr, „du bist wirklich eine ganz besondere Hummelretterin! Hier bleibe ich ein Weilchen. Und bald komme ich dich wieder besuchen. Versprochen!“

Damit brummelt Hilde zu Bella Biene und winkt Prinzessin Blaublüte zum Abschied glücklich zu.
„Ja,“ denkt die Prinzessin „Bienen und Hummeln sind wirklich wichtig. Nicht nur für uns, weil wir so gern Honig essen, sondern für die ganze Natur. Wir sollten ein bisschen auf sie aufpassen!“

Und dann spaziert Prinzessin Blaublüte mit Lavendelduft in der Nase zurück in ihr kleines Schloss und ist ein bisschen stolz darauf, eine Hummelretterin zu sein.


 

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