Lerngeschichten

Glühwürmchen Bert und die Laterne – Warum feiern wir St. Martin? Eine Lerngeschichte für Kinder.

Glühwürmchen Bert und die Laterne_Warum wir St. Martin feiern_Eine Lerngeschichte für Kinder in Kita Krippe Kindergarten und Vorschule

Was ist St. Martin? – Eine Lerngeschichte für Kinder.

Glühwürmchen Bert saß in einer lauen Sommernacht auf seinem Lieblingsplatz und leuchtete in den Abendhimmel. Es war Sommer und die Nacht war warm, Berts Freunde, die Grillen, zirpten noch ganz leise. Alles war wie immer, wenn Bert leuchtete. Und er war ziemlich stolz darauf, ein Glühwürmchen zu sein.

Aber heute hatte ihm Wilma Wochenwurm von einem ganz besonderen Abend erzählt, der nur einmal im Jahr im Herbst stattfindet, und an dem man mit bunten, leuchtenden Laternen durch die Dunkelheit läuft und lustige Lieder singt. Der Tag, von dem Wilma sprach, heißt: Martinstag. Und an diesem Tag im November, wenn es draußen schon richtig kalt und fast Winter ist, feiert man Sankt Martin.

Da wurde Bert ein bisschen traurig, denn er leuchtete schließlich nur im Sommer. So wie alle Glühwürmchen. Im Winter aber, da war es ihm zu kalt. Und wenn Sankt Martin erst im späten Herbst stattfand, dann würde Bert leider nicht mit einer Laterne durch die Nacht laufen können, weil er zu sehr frieren müsste. Aber er wollte doch so, so gern am Sankt Martinstag dabei sein. Also weinte er ein paar bittere Glühwürmchentränen und schniefte auf einem kleinen Blatt vor sich hin. Das hörte Wilma, die noch nicht ganz eingeschlafen war. Sofort wurmte sie zu Bert auf den kleinen Ast unter den Lampions.

„Bert, was ist denn los?“, fragte Wilma.
Und Bert erzählte, warum er so traurig war. Das verstand Wilma gut, denn sie freute sich jedes Jahr immer sehr auf das Laternenfest. Sie nahm Bert in den Arm und versuchte, ihn ein bisschen abzulenken, indem sie ihm erzählte, warum man Sankt Martin feiert.

„Vor vielen, vielen hundert Jahren lebte ein römischer Soldat, der Martin hieß. Der ritt durch eine bitterkalte Winternacht, mit Eis und Schnee, und traf einen armen, frierenden Bettler. Da Martin ein gutes Herz hatte, nahm er sein Schwert und zerteilte damit seinen roten, warmen Mantel. Die eine Hälfte gab Martin dem Bettler, damit er nicht erfrieren musste. Und weil das eine wirklich tolle und gute Tat war, wurde Martin heilig gesprochen: Er war nun der heilige („sankt“) Martin. Als Sankt Martin starb, begleiteten ihn viele Menschen mit Lichtern und Laternen zu seinem Grab. Deswegen zündet man am 11. November Laternen an, um an den Heiligen Martin und an seine guten Taten zu denken.“, erzählte Wilma.

Bert gefiel die Geschichte sehr und Wilma hatte plötzlich einen Einfall.

Sie verabschiedete sich von Bert, der nun nicht mehr so traurig war, und Wilma wurmte zu ihren Freundinnen Prinzessin Blaublüte und Prinzessin Honigsüß. Die würden ihr bestimmt helfen!

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(c) Susanne Bohne

Und soll ich dir verraten, was sich Wilma ausgedacht hatte?
Die Geschichte vom heiligen Martin hatte sie auf eine Idee gebracht: Wenn es Bert am Martinstag zu kalt war, würden sie ihm einfach einen roten Mantel machen, damit er nicht frieren müsste. So saßen die drei Freundinnen den ganzen Herbst zusammen und strickten Bert einen warmen Mantel. Am Martinstag gingen sie zu ihm und Bert war so überrascht und freute sich so sehr, dass er so hell leuchtete wie noch nie zuvor in seinem Glühwürmchenleben. Dann machten sie sich gemeinsam auf den Weg und ihre Laternen erhellten die Nacht. Ja, sie waren wirklich sehr besondere Freunde!

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