Alle Artikel in: Kind

Opa wohnt jetzt woanders_Hörbuch_Kinderbuch_über den Tod und die Trauer_Hallo liebe Wolke_Susanne Bohne

Opa wohnt jetzt woanders. Eine Geschichte für Kinder über den Tod und die Trauer. (free Hörbuch)

Manche Themen, meine liebe Wolke, die vermeidet man ja doch ganz gern, schiebt sie vor sich her und spricht eher selten darüber. Der Tod, das Sterben und die Trauer sind einige davon. Dabei gehört der Tod genauso zum Leben dazu wie alles andere: Alles hat einen Anfang und auch ein Ende. Je älter man wird, desto bewusster wird einem, dass die Zeit auf dieser Erde begrenzt ist. Und, ehrlich, man sollte wirklich das Beste aus seiner Zeit machen. Finde ich. Und deswegen, auch wenn es vielleicht im ersten Moment schwer fallen sollte, ist auch der Tod ein Thema, das man seinen Kindern auf liebevolle und verständliche Art erklären sollte. Kindern den Tod erklären Ich habe mir lange Gedanken darüber gemacht, wie ich mein kleines Leben an dieses Thema – das ja immer noch zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft gehört – heranführe. Und eines Nachts ist mir schließlich die Geschichte von Emil, einem kleinen Mäusejungen, in den Traum geflattert. Ich möchte sie dir heute erzählen – und ja, wirklich erzählen – denn heute gibt es ein …

Mama ist unsicher

„Gestatten? Frau Susanne Unsicher-Bohne.“ (Warum Mama andauernd zweifelt.)

Hallo liebe Wolke, bist du dir immer sicher? Ich: Nein. Ich lache heute noch über den Brustton der Überzeugung, mit dem ich einst die Weltgeschichte beschallt habe, wie ich das mit der Kindererziehung – und überhaupt mit meinem zukünftigen Leben – machen werde. Konnte nicht sooo schwierig werden, schließlich hatte ich mal einen Hund. Ist ja sowas ähnliches wie ein Kind. Aber heute, heute darf man mich gern, ab und zu, Frau Susanne Unsicher nennen. Ich bin geläutert, was meinen Brustton angeht. Jacky, Scotty, Rocky Einige meiner kinderlosen Bekannten, die schwören, dass es mit Jacky oder Scotty oder Rocky genauso ist wie mit einem Kind. Also genauso anstrengend, kompliziert, zeitaufwendig, kosten- und spielintensiv etc. Und vor allem dass, weil sie ja einen Hund haben, sie eigentlich die Erziehungsexperten schlechthin sind. Ja, ich weiß, dass einem ein Hund sehr ans Herz wachsen kann, dass man sich um ihn sorgt und dass er ein Teil der Familie werden kann. Als eine Art treuer Freund und Begleiter. Been there, done it. Hunde vs. Kinder Aber, ganz ehrlich, ein …

Das Haus der Gefühle von der Geschichte das Lernen zu lieben. Von Hallo liebe Wolke

Von der Geschichte, das Lernen lieben zu lernen. (Oder: Das Haus der Gefühle.)

Hallo liebe Wolke, wusstest du, dass das Gefühl, stolz zu sein, angeboren ist? Das muss man gar nicht erst lernen, und anerziehen kann man es auch nicht. Freude und Wut, Furcht, und eben auch Stolz, liegen damit ganz schön dicht beisammen, in einem drin – da nämlich, wo die Emotionen wohnen. Jeder hat für sich sein ganz eigenes, persönliches Emotionshäuschen mit mehreren Etagen. Manchmal bekommt Familie Freude Zuwachs, die in einer schicken Etagenwohnung mit Meerblick und bunten Wänden lebt. Ab und zu vergrößert sich die Sippe der Angst, die durch dick verglaste Bullaugen aus ihrem beengten Unterschlupf nach draußen linst und die Wut-Mischpoke haust in einem verlotterten Anbau mit zerbrochenen Fenstern und allerlei Chaos. Der Clan des Stolzes, im Übrigen, der findet sich meist mit hoch erhobenem Kopf auf der großen Dachterrasse ein, um miteinander anzustoßen. Und dann, ja dann gibt es noch die Angehörigen der Liebe, die gar nicht auf der rosa Wolke umhertänzeln, sie bewohnen das große, sonnendurchflutete Loft im obersten Stockwerk. Wenn man ganz viel Glück hat, dann ist die Liebe so …

Aufklärung für Kinder wie How to

Mama? Was ist eine Vagina? (Aufklärung the simple way)

Hallo liebe Wolke, ist es nicht manchmal zum Piepen? Neulich standen mein kleines Leben und ich an der Fleischtheke im Supermarkt an, das ist immer ein bisschen langweilig, für uns beide, und so schoben wir uns in der langen Schlange im Schneckentempo an Mortadella, Salami und Sülze vorbei, zählten die Plastiktrauben zwischen dem Aufschnitt – irgendwas muss man ja machen, um die Wartezeit zu überbrücken. „Mama? Bekomme ich gleich ein Stück Fleischwurst? Ich liebe Fleischwurst nämlich.“, sagte meine Tochter und die ältere Dame vor uns drehte sich lächelnd zu uns um. „Ja, ganz bestimmt.“, antwortete ich. „Gut!“, grinste mich mein kleines Leben an, „Und… Mama? Was ist eine Vagina?“ Die ältere Dame vor uns machte eine halbe Pirouette und ihre Ohren färbten sich an den Spitzen rot, das sah eigentlich ganz hübsch zu der grauen Dauerwelle aus. Aufklärung an der Wursttheke. Pflaume, Pipimann und Co Es gibt wohl für nichts so sagenhaft viele Bezeichnungen wie für die menschlichen Geschlechtsorgane, von niedlich über anatomisch bis vulgär – da ist für jeden was dabei, komisch eigentlich, denn …

Kinderwitze witz phase kind witzigkeit lustig

Vorsicht! Witz! (Oder: Kinderwitze. Eine mega lustige Phase.)

Hallo liebe Wolke, (*Kirmesfahrgeschäftstimme*) heyyyyy, bist du heute auch so witzig drauuuuuf? Noch ’ne Runde rüüüückwäääärts? Manege freiiii? Ach ja. Clowns zum Frühstück sind eine unheimlich witzige Vorstellung. Einmal dran geknabbert, schon spaßt man sich durch den Tag und spätestens mittags ist man vom Schenkelklopfen glücklich erschöpft. Wobei: Clowns im Allgemeinen finde ich eigentlich ziemlich zum Fürchten, man denke nur an Stephen Kings „Es“. „Willst du einen Luftballon? Wir alle fliegen hier unten!“. Gruselig. (Fast) genauso gruselig übrigens sind Kinderwitze, erzählt von einer Fünfjährigen. Treffen sich zwei Haie Seit mein kleines Leben auf der Welt ist, weiß ich, was Phasen sind. Die kindliche Entwicklung besteht ja quasi aus nichts anderem. Vor allem die Trotzphase ist mir seinerzeit sehr ans Herz gewachsen, da gibt es eigentlich nichts Schöneres. Außer der Pubertät vielleicht, aber das wird sich erst noch herausstellen. Es gibt also weniger lustige Phasen und sehr, sehr schöne, wenn man ein Kind hat – und im Moment leben wir hier in der Fritzchen-Witze-Welt, die direkt aus der „Best of Kinder-Jokes“ der MediZini in unsere Wirklichkeit …

mehr mehr mehr haben haben haben

Mehr, mehr, mehr. Haben, haben, haben!

Hallo liebe Wolke, bekommst du auch manchmal nicht genug? Kinder sind großartig darin. Wenn es nach meinem kleinen Leben ginge, würde sie Schokolade und Eis (im Wechsel) essen – bis sie sich nur noch rollend fortbewegen könnte. Unsere Wohnung hätte sich schon längst in eine Mixtur aus Elsas Eispalast, großflächigen Wasserfarbenkunstwerken an den Wänden und sehr, sehr, sehr viel Spielzeug verwandelt (das eh kein Mensch braucht. Auch kein kleiner Mensch.). „Mehr, mehr, mehr. Haben, haben, haben!“ ist bei (kleinen) Kindern wohl etwas ziemlich Normales. Man kann es ja schließlich mal versuchen, ob die Grenze nicht doch viel weiter hinten liegt, als vermutet. Und wie ist das bei mir? Was ich nicht alles will. Ich gebe zu: Wenn ich könnte, würde ich mir auch lieber zehn Teile für meine Sommergarderobe zulegen als nur eins. Und wenn ich könnte, würde ich mir auch abends gern häufiger die dicke Salamipizza und hinterher noch Chips zu Gemüte führen. Einfach, weil ich es haben (haben, haben) wollen würde. Alles mit Käse Überbackene ist ja sowieso der Himmel auf Erden. Fast. …

Größenwahn

Hallo liebe Wolke, gibt’s was Neues? Ach, was ist das Leben doch schön, wenn man merkt, dass es aufwärts geht. Mit der Gesundheit. Und mit den Temperaturen vielleicht auch. Irgendwann. Wobei ich ansonsten bei mir keinen echten Aufwärtstrend erkennen kann, wenn ich die Sache mal genauer betrachte. Was allerdings für allgemeine Heiterkeit sorgt, ist der Größenwahn meiner Tochter. Zuckerkringel und Stinkstiefel „Mama? Weißt du, wer die Welt gemacht hat?“ „Hmmm… Sag! Wer?“ „Ich. (gnihihihi)“ Es muss wunderbar sein, wenn man so richtig fest an sich glaubt. Die Launen meines kleinen Lebens schwanken zwar stündlich zwischen Zuckerkringel und Stinkstiefel, aber eines ist sie sich sehr sicher: sich selbst. Und das ist einerseits ziemlich gut so, andererseits hört man ja ständig von diesen Narzissten, die man sich, in Ermangelung erzieherischer Fähigkeiten, heranzüchtet. Gott, was machen mir all diese Artikel Angst. Und Bange. Allerdings denke ich mir, dass ein etwas narzisstisch angehauchtes kleines Leben mit großem Selbstbewusstsein besser über die Runden kommen wird, als so ein alter Zweifelvogel wie ich, der sich ständig wegen irgendetwas sorgt. Sorgenschuh drückt. …

So will ich nicht werden!

Hallo liebe Wolke, ist dir schon mal ein schlimmer Fehler passiert? Mein kleines Leben und ich spielten am Wochenende zum 250. Mal Elsa und Anna – und es muss immer, gnadenlos immer, so ablaufen wie der Frozen-Film. Dramaturgisch. Wortwörtlich. Alles. Dabei übernimmt mein kleines Leben selbstverständlich nur und ausschließlich die Rolle der Elsa, während ich Anna, den Obertroll, König und Königin und das Schneemonster geben muss – und kann mich schon glücklich schätzen, dass Olaf und Sven in unserer gekürzten Fassung nicht vorkommen. Mittlerweile kenne ich die Dialoge, Lieder, das gesamte verdammte Drehbuch, auswendig, aber nach dem tausendsten Durchlauf erwägte ich, das Prozedere mal ein bisschen aufzulockern. Weil: Ich. Konnte. Es. Nicht. Mehr. Hören. Und als ich begann, ein bisschen albern zu sein, brachte das meine Tochter auf die vorschulpubertäre Palme und mich in eine Situation, in der ich mit Entsetzen feststellte: So will ich nicht werden! Scheißtag Dieser Samstag fing schon blöd an. Die Milch war sauer, das Wetter wieder mistig, ich stieß mir den Kopf am Tisch, als ich mein Messer aufheben wollte, …

Mein Kind hört immer auf mich

Mein Kind hört immer auf mich!

Hallo liebe Wolke, ist es nicht schön, wenn jemand auf einen hört? Ich glaube, das ist bestimmt ganz wunderbar. So richtig beurteilen kann ich es nicht, denn genau genommen ist mein kleines Leben eher so der Freigeist. Sie wäre gern der Anführer in den häuslichen Gefilden und macht grundsätzlich gerne das, was in der Natur des Freigeists liegt: Nicht unbedingt (auf andere) hören. Solch eine Art von Freigeist mag man „unerzogenes Blag“ nennen – und auf die dazugehörige Mama mit einem lang ausgestreckten Zeigefinger zeigen – oder man stellt irgendwann fest, dass es solche und solche Kinder gibt. Meine Tochter gehört eher zu den solchen. Statt zu den anderen. Und ich habe noch etwas anderes festgestellt. Mini-me „Boah, kann der nicht mal schneller fahren?“, raunzt es vom Rücksitz, mit meiner Intonation, bloß ein paar Oktaven höher. „Nein, ist das aber heute wieder ein Mistwetter! Vergiss bloß deinen Regenschirm nicht!“, sagt jemand und hört sich dabei sehr ähnlich an wie ich. „Immer dieser Hundedreck auf dem Bürgersteig. Pfui Teufel! Tritt da bloß nicht rein!„, schimpft einer neben …

Die graue Maus. Ich. (Oder: Die Maus mit dem mutigen Herz.)

Hallo liebe Wolke, habe ich dir schon von der grauen Maus erzählt? Und ihrer Angst? Nicht? Na. Dann hör mal gut zu! Es war einmal eine kleine, graue Maus. Und diese Maus lebte mit einer noch kleineren, sehr süßen, Maus am Ende der Straße in ihrer gemütlichen Behausung. Sie hatten es warm, weich und geordnet; sie fanden genug Käse, um sich ein warmhaltendes Bäuchlein anzufuttern und nachts schliefen sie eng aneinander gekuschelt. Dann vergaßen sie ihre Angst, denn die beiden fürchteten sich schnell. Mäuse sind bekannt dafür, ängstlich und sehr vorsichtig zu sein, und die größere der kleinen Mäuse war keine Ausnahme. Dabei war es nicht so, als würde sie für die noch kleinere Maus nicht sehr mutig sein können. Oh ja, das konnte sie! Wann immer sie die kleinere Maus beschützen musste, so tat sie es, auch wenn sie um ihr eigenes Leben bangte und der Mäusepuls so schnell ging, dass sie dachte, ihr Herz würde stehen bleiben. Aber das tat es nie. Ab und zu dachte die kleine Maus über viele Dinge nach: Was sie …