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Ich habe Angst

Hello Darkness my old Friend! Hallo Angst!

Hallo liebe Wolke,
hast du manchmal Angst?
An alle, die sich bei Mimimi gern die Ohren zuhalten oder mit den Augen rollen: Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um diesen Beitrag wegzuklicken und zu schließen. Etwas, übrigens, das ich im Moment auch gern hin und wieder mache; mir die Bettdecke über den Kopf zu ziehen. Denn ich habe Angst.

Alles nur eine Phase.

Seit einiger Zeit ist es ruhiger hier geworden, zumindest was meine persönlichen Beiträge und nicht Wilma Wochenwurm angeht. Das hat zum einen den Grund, dass in letzter Zeit nicht allzu viel übermäßig Spannendes passiert. Ich bin froh, dass wir die Trotzphasen und die Phasen im Allgemeinen, die Kinder so durchlaufen, vorerst ganz gut umschifft haben. Diese Phasen waren oft sehr anstrengend, diese Phasen der Schlaflosigkeit und die Phasen der Krankheiten und die Phasen der Entwicklungssprünge und die Phasen, in denen hier alles drunter und drüber ging, haben mich ermüdet. Jede Mama kennt das, ich bin da keine Ausnahme und mache mich auch zu keiner, bloß weil ich alleinerziehend bin.

Immer dasselbe…

Zum einen hat das Ruhigersein also den Grund, dass hier im Moment nichts übermäßig Spannendes passiert, von dem ich dir berichten könnte, liebe Wolke. Und, ganz ehrlich und ohne doof sein zu wollen: Ich könnte dieselben Geschichten immer wieder mit anderen Worten erzählen, wie ich es oft im Netz lese, aber dann frage ich mich, warum ich das tun sollte. Mir geht es schließlich nicht darum, noch mehr „Follower“ zu erjagen, ich bin dankbar für diejenigen, die sich hierher verlaufen haben – und bleiben. Sie sind ein Teil meines Lebens geworden und dass mir so etwas Schönes passiert, damit hätte ich nie gerechnet.

Der glücklichste Mensch der Welt.

Zum anderen hat das Ruhigersein noch einen anderen Grund. Ich habe mich durch 2018 gequält, habe versucht, ein bisschen mehr für mich selbst da zu sein, was mir manchmal ganz gut – und dann wieder nicht so gut gelungen ist. In 2018 sind unfassbar tolle Dinge passiert, von denen ich dir bald erzählen werden kann. Eigentlich müssten mich diese tollen Dinge durch die Tage und Wochen schweben lassen. Eigentlich müsste ich der glücklichste Mensch dieser Welt sein. Aber dann passieren wieder andere Dinge, die das Glück ein Stückchen aufheben und subtrahieren, wenn man nicht gut aufpasst.

Hintergrundrauschen.

Es gibt das dieses melancholische Rauschen in mir. Das habe ich schon immer, eigentlich mag ich es. Ich mag es, zu spüren, wie Gefühle durch mich gepumpt werden und wie ich die Welt sehe und dass ich nicht immer frohlockend durch die Gegend hüpfe, sondern manchmal ernst mit mir bin. So wurde ich wahrscheinlich zur Welt gebracht, das bin ich, und mittlerweile mag ich mich. Was ja viel wert sein kann.

Wenn dieses melancholische Rauschen allerdings sehr laut wird, und ich kenne das, ich habe mit dem lauten Rauschen vor zehn Jahren bereits Bekanntschaft geschlossen, dann wird es ungemütlich. Dann fängt es tief unten in meinem Magen an zu kribbeln und zu ziehen, dass ich anfange zu schwitzen und dann sagt mir jemand „Hallo!“, den ich nicht begrüßen möchte: Die Angst, die die Panik an der Hand hält.

Der ungebetene Gast.

„Geh weg!“, sage ich dann. Aber die Angst denkt nicht daran. Und je mehr ich versuche, sie zu verscheuchen, desto größer wird sie. Man kann nicht über alles Kontrolle haben, aber ich versuche es. Ich versuche es dann so sehr, dass sich alles in mir verkrampft und ich anfange, an der Supermarktkasse zu zittern, weil ich nur noch weglaufen möchte. Vor der Angst. Mein Herz rast dann und ich denke daran, dass ich für mein kleines Leben jemand sein möchte, der furchtlos ist und die Aufgaben dieser Welt mit links und einem Fingerschnipp meistert. Dann klopft auch noch die Verantwortung an und da stehen sie nun, die Angst und die Verantwortung und die Aufgaben und alles, was zu erledigen ist und ich möchte nur noch auf einen Arm, der mich ganz lange festhält und sagt, dass alles in Ordnung ist. Dass ich mich nicht zu Fürchten brauche.

Vielleicht kennt das jemand. Vielleicht auch nicht. Manchmal denke ich, das kennt niemand, das wünsche ich auch keinem, weil es blöd ist. Und die Lebensqualität leidet dabei, dass sie stöhnen muss. Sich einzugestehen, dass jemand zu Besuch ist, den man nicht eingeladen hat, ist nicht so einfach. Denn man muss und möchte doch stark sein, für sich und vor allem für sein Kind.

Liebe kann das.

Das Ruhigersein hat damit zu tun, dass nichts übermäßig Spannendes passiert. Und es hat eine Menge damit zu tun, dass sich die Angst in mir aufgebläht hat. Wie ein Fesselballon. Also arbeite ich nun daran, die Angst wieder auszuladen. Einen ungebetenen Gast loszuwerden ist ein bisschen unangenehm, aber es wird. Eigentlich wollte ich dir, liebe Wolke, gar nicht davon erzählen. Weil ich auch davor Angst habe. Weil ich Angst habe, das könnte mir zum Nachteil werden und man könnte denken, ich würde für mein kleines Leben nicht mehr so sorgen können, wie eine Mama es können muss. Aber das stimmt nicht. Immer nämlich, wenn ich mit meiner Tochter zusammen bin, wenn wir lachen und spielen, wenn wir streiten und wenn ich schimpfen muss, wenn sie sich an mich kuschelt und wir unter der großen Wolldecke auf unserem Sofa sitzen und ich ihr sage, wie lieb ich sie habe, dann ist von der Angst nichts zu sehen. Liebe verscheucht die Angst. Liebe kann das.

Wird schon wieder.

Und deshalb: Wenn das laute Rauschen kommt, dann decke ich mich zu mit dieser Liebe und weiß, es wird auch wieder besser. Es wird auch deswegen besser, weil ich mittlerweile eingesehen habe, dass ich nicht alles alleine schaffen können muss, sondern dass es manchmal besser ist, sich professionelle Hilfe zu suchen. Also weiß ich, dass die Angst bald Geschichte sein wird und es nur noch dieses kleine, melancholische Rauschen in mir geben wird, das ich ganz gerne mag.

Bis dahin, sei mir nicht böse, meine Wolke, wenn ich nichts Neues zu erzählen habe. Ruhiger zu sein ist manchmal nicht so schlimm, auch wenn es in unserer Zeit, besonders im Social Media, anders scheint.

Pass gut auf dich auf, meine liebe Wolke, denn das ist sehr wichtig!

Deine Susanne

Woher kommt die Milch - Wilma Wochenwurm auf dem Bauernhof - Lerngeschichte und Freebie Ausmalbild Kuh

Woher kommt die Milch? Wilma Wochenwurm auf dem Bauernhof. (Freebie & Lerngeschichte)

Titel Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling für Kinder ab 4 Jahren Geschichten zum Vorlesen Lernen und Träumen

Wilma packte eines Tages ihre kleine Wurmtasche und machte sich auf den Weg zu Berta. Berta war eine riesengroße Milchkuh. Wilma hatte sie neulich kennengelernt, als Berta den lieben langen Tag auf einer großen Wiese stand und nichts anderes tat, als Gras zu fressen und ganz, ganz, ganz lange zu kauen. 

Das hatte Wilma sehr beeindruckt, denn sie konnte gar nicht glauben, wie lange man auf einem Büschel Wiesengras herumkauen konnte. Berta konnte das. 

„Haaaallloooo!“, rief Wilma laut der Kuh Berta zu, denn sie war für den kleinen Wochenwurm ungefähr so groß wie ein Hochhaus. 
„Hui!“, sagte Berta und mampfte. „Du bist aber klein!“
„Stimmt! Ich bin ja auch ein Wurm. Und ich heiße Wilma. Was machst du hier auf der Wiese?“, hatte Wilma gefragt. 

Und dann erzählte Berta, dass sie auf dem Bauernhof, zusammen mit vielen anderen Kühen, wohnte, und dass sie es dort sehr gut hätte, weil sie jeden Tag über die Wiese spazieren durfte und viele gute Kräuter fraß. Andere Kühe auf anderen Bauernhöfen hatten es nicht so gut wie Berta, erzählte sie, weil sie den ganzen Tag in einem engen Stall stehen müssten. Berta aber hatte Glück mit ihrem Bauern und dem Bauernhof. 

„Möchtest du mich mal besuchen?“, fragte Berta. „Dann zeige ich dir alles!“

Wilma wollte gern und deswegen packte sie ihre Wurmtasche, um ein paar Tage auf Bertas Bauernhof zu verbringen.

Auf dem Bauernhof

Als Wilma ankam, staunte sie nicht schlecht. Der Bauernhof war riesig groß und überall liefen Tiere herum: Hühner, die laut gackerten, Gänse, die schnatterten, wollig-weiße Schafe, die blökten, rosafarbene Schweine, die im Matsch lagen und vor Vergnügen quiekten. Und dann sah Wilma Berta auf der Weide stehen.

„Haaallloooo, Berta! Hier bin ich!“, rief Wilma schon von Weitem. Und Berta freute sich sehr, Wilma wiederzusehen.  
„Na, dann kann es ja losgehen!“, sagte Berta und ließ Wilma auf ihr großes Horn krabbeln, damit sie von dort oben alles bestaunen konnte.

Wilma und Berta trabten über die große Weide und Berta zeigte ihr, welche Wiesenkräuter besonders saftig waren.

Milch

„Das gibt guuuute Milch!“, muhte Berta. 
„Milch? Aber die kommt doch aus der Tüte. Oder aus einer Flasche, die man im Laden kaufen kann!“, sagte Wilma. „Am liebsten trinke ich Kakao. Den macht man ja auch aus Milch und Schokopulver.“

Berta musste laut lachen. 

„Das stimmt. Kakao macht man aus Milch. Aber weißt du denn nicht, woher die Milch wirklich kommt?“„Nein. Woher denn?“, fragte Wilma.
„Na, dann steig mal ab. Ich zeig es dir!“, antwortete Berta.

Wilma kletterte von Bertas Kuhhorn auf die Wiese.

„Und jetzt?“, fragte Wilma.
„Krabbel mal unter mich!“, sagte Berta.

Und plötzlich sah Wilma Wochenwurm ein großes, rosafarbenes Etwas mit vier Dingern, die aussahen wie sehr große Strohhalme. 

Kühe werden gemolken

„Was ist das?“, fragte Wilma.
„Das ist mein Euter!“, antwortete Berta. „Aus meinem Euter kommt die Milch, die du im Laden kaufen kannst. Wenn wir ein Baby haben, ein Kälbchen, dann trinkt es seine Milch aus dem Euter.“
„Ehrlich?“, Wilma war sehr erstaunt.
„Ja, das stimmt wirklich!“, sagte Berta. „Wir Kühe werden jeden Abend und jeden Morgen gemolken. Das heißt, dass unsere Milch, die wir im Euter sammeln, aus den Zitzen, das sind die vier „Strohhalme“, wie du sie genannt hast, herausgedrückt wird.“
„Tut das weh?“, fragte Wilma etwas erschrocken. 
„Nein, überhaupt nicht!“, sagte Berta. „Komm mit, ich zeige dir, wie das funktioniert!“

Berta und Wilma liefen in den Stall, denn es war schon Abend geworden. Dort warteten alle anderen Kühe bereits darauf, gemolken zu werden.

„Früher hat der Bauer das selbst gemacht und uns mit seinen Händen gemolken. Heute macht das die Melkmaschine. Siehst du?“, erklärte Berta. 

Der Bauer stülpte vier große Dinger, die wie Becher aussahen über Bertas Zitzen und dann ging es auch schon los. Bertas Milch wurde in einen großen Bottich abgepumpt und Wilma staunte sehr, wie viel Milch in Bertas Euter war. Es war eine Menge! 

Was man aus Milch machen kann

„Aus meiner Milch kann man nicht nur Kakao machen. Käse und Butter werden zum Beispiel auch aus Milch gemacht. Wusstest du das?“, fragte Berta.

„Nein. Das wusste ich noch nicht. Aber jetzt!“, lachte Wilma und war ganz schön verblüfft. Sie war Berta sehr dankbar, dass  sie ihr gezeigt hat, woher die Milch wirklich kommt. Und Bertas Milch schmeckte ganz fantastisch. 

Danach verbrachte Wilma noch ein paar Tage mit Berta auf ihrem Bauernhof und versprach, sie ganz bald wieder zu besuchen. Denn auf einem Bauernhof kann man eine Menge Dinge lernen!

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling für Kinder in Kita Kindergarten und Grundschule mit Rätselbildern und Ausmalbildern Lehrmaterial Hallo liebe Wolke Susanne Bohne

(Werbung) „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm – Teil 3: Frühling
Für Kinder ab 4 Jahren mit weiteren Lerngeschichten sowie Rätsel- und Ausmalbildern und Schwungübungen. 
ISBN: 9783748139010, 56 Seiten, farbig illustriert

Das Buch ist im (Online-)Buchhandel erhältlich.

Link zum BoD-ShopLink zu ThaliaLink zu Amazon
Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling Schmetterling Hallo liebe Wolke Susanne Bohne
Ausmalbild aus dem Buch Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil3-Woher kommt die Milch-Malvorlage Kuh


Zahnfee Zertifikat Urkunde für Kinder, die ihren ersten Wackelzahn verloren haben. Ein Freebie von Hallo liebe Wolke zum Download und Ausdrucken als Druckvorlage und Printable

Zahnfee Zertifikat – wenn der Wackelzahn unter dem Kopfkissen liegt. (Freebie)

Hallo liebe Wolke,
der erste Wackelzahn ist spannend und aufregend, oder?
Als mein kleines Leben neulich Abend in ihr Butterbrot biss, kündigte sich da etwas an. Der baldige Besuch der Zahnfee nämlich – und ich wollte ja ganz unbedingt darauf vorbereitet sein. Bei hohem, nächtlichem Besuch kann es nicht schlecht sein, sich darauf vorzubereiten. Finde ich.

Zahnfee Zertifikat & Wackelzahnpubertät

Und weil es die Zahnfee (genauso wie das Christkind, den Weihnachtsmann und den Osterhasen) wirklich gibt, wollte ich ihr einfach ein bisschen Arbeit abnehmen, denn so eine Zahnfee, das kann ich dir sagen, die hat eine Menge zu tun. Da wollte ich keinesfalls einen kindlichen Anfall in der Wackelzahnpubertät (auch die gibt es wirklich, wirklich, ganz ehrlich!) riskieren, falls die Zahnfee wider Erwarten den Weg nicht zu uns finden würde, und so setzte ich mich abends hin und bereitete etwas vor: ein Zahnfee Zertifikat mit dezentem, pädagogischen Hinweis, wie wichtig das Zähneputzen so ist. (Hatte ich ja schon mit Zilly Zahnputzwurm versucht zu vermitteln.)

Augen zu & durch

Nach geduldigem Warten war es dann eines Morgens soweit: Der klitzekleine Schneidezahn hing nur noch an einem seidenen Faden und ragte wie ein Miniatur-Stoßzahn aus dem Mund meines kleinen Lebens. Als Mama muss man ja immer die Nerven behalten. Ich gebe zu, dass mich solche Sachen immer ein bisschen frösteln lassen, aber da hilft nichts weiter als „Augen zu und durch“ und sich freuen, dass die Zahnfee in der Nacht kommen würde. Und das tat sie.

Glücksgefühl

Selbstverständlich gibt es die Zahnfee wirklich. Aber weißt du, liebe Wolke, was ich so unglaublich toll finde, am Mama sein? Das leise Anschleichen, an das Kopfkissen, den Milchzahn (hach, mein Baby, seufz) mitnehmen und das Zahnfee Zertifikat mit einem kleinen Geschenk unters Kissen legen, um dann mit einem sagenhaften Glücksgefühl und auf Zehenspitzen wieder aus dem Kinderzimmer zu tapsen. Das ist wirkliches Glück. Für mich jedenfalls.

Erinnerungen

Den kleinen Milchzahn habe ich mir dann noch eine lange Zeit angeschaut und mich daran erinnert, was wir in den letzten fünfeinhalb Jahren erlebt haben. Meine Tochter, die gar kein so ganz kleines Kind mehr ist, und ich. Und ich habe mich an die vielen Glücksgefühle erinnert, die manchmal im Alltagsstress ein bisschen untergehen. Vorgenommen habe ich mir, mich öfter an sie zu erinnern. Nicht nur dann, wenn ich Zahnfee spiele. Also… der Zahnfee, die es ja wirklich gibt, ein bisschen unter die Arme zu greifen.

Zahnfee Zertifikat zum Ausdrucken

Und weil ich weiß, dass es nicht schlecht sein kann, vorbereitet zu sein, gibt es hier das Zahnfee Zertifikat zum kostenlosen Download und zum Ausdrucken in DIN A4.

Zahnfee Zertifikat Urkunde für Kinder, die ihren ersten Wackelzahn verloren haben. Ein Freebie von Hallo liebe Wolke zum Download und Ausdrucken als Druckvorlage und Printable

Kennst du schon meine Kinderbücher mit Wilma Wochenwurm und ihren Freunden?

Kinderbücher von Hallo liebe Wolke und Susanne Bohne_Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm_für Kinder ab 4 Jahren
Geburtsvorbereitungskurs

Geburtsvorbereitungskurs. (Eine einmalige Sache.)

Hallo liebe Wolke,
besuchst du eigentlich irgendwelche Kurse?
Ich glaube, für Kinder gibt es noch mehr Kurse, Förderangebote und Freizeitaktivitäten (und was weiß ich nicht noch alles) als für Erwachsene. Kommt mir zumindest manchmal so vor. Auch wenn man schwanger ist, ist die Palette der Angebote eine ziemlich große. Ich bin nicht so der Kurs-Mensch. Aber einen Geburtsvorbereitungskurs, den konnte selbst ich mir nicht entgehen lassen.

So schwierig kann’s ja nicht sein…

Vor fast genau sechs Jahren (ohgottohgott, die Zeit rast…) schlenderte ich mit meinem dicken Kugelbauch in eine Hebammenpraxis. Überall hatte ich gelesen, dass das mit der Vorbereitung auf die Geburt total wichtig ist. Das Wichtigste überhaupt. Man weiß ja auch (als Erstgebärende und damit völlig Ahnungslose) überhaupt nicht wie das so abläuft. Gut, meine Großmutter hatte ihre fünf Kinder quasi im Vorbeigehen auf die Welt gebracht, wird also nicht so schwierig sein. Dachte ich mir zumindest.

Hüpfbälle im Geburtsvorbereitungskurs

Als ich ankam, und ich kam nur noch langsam voran, denn ich war eine ziemlich gemütliche Schwangere, hatten sich ungefähr 15 werdende Mütter mit ihren Männern bereits eingefunden. Ich ergatterte den letzten Platz.
Man thronte gesellig beisammen, auf riesigen rosafarbenen Hüpfbällen oder auf Yogamatten (falls man es noch schaffte, sich mit einem überdimensionalen Bauch und fünfzig Kilo Übergewicht auf den Boden zu setzen. Ich jedenfalls nicht, denn ich war vermutlich die schwerfälligste Schwangere seit Menschengedenken.).
In der Mitte des Hüpfballkreises stand eine Kerze (oder was anderes Nettes), im Hintergrund klimperte Entspannungsmusik, Lavendelduft erfüllte den Raum und sedierte die Anwesenden.
Gestützt wurden die Hüpfbälle und Bäuche (was ja in etwa dasselbe ist) von Männerhänden, die unaufhörlich die Kugeln streichelten: Verbündete im temporären Event der Glückseligkeiten, CTGs und 3D-Ultraschalls.

Megaglücklich

Man schaute in die Runde, man tauschte verklärt und megaglücklich Augenzwinkern aus – und dann blieb der Blick auf mir haften, die (noch) ganz fröhlich auf dem Ball herumhoppelte und sich den Bauch selbst streichelte.

»Oh Gott! Sie sitzt da gaaaanz allein!«
»Die Aaaarme!«

Mitleidig schauten mich alle an und ich fragte mich erst, ob sie wohl mich meinen – und dann fiel es mir wieder ein:
»Ach ja, ich bin ja allein hier!«, und mein klitzekleines Leben trat mich zur Erinnerung in die Rippen, dass ich es eben nicht war; allein.
Halt bloß ohne Mann. War ja nicht so schlimm. Ging schon. Wurde schon. Tränen stiegen mir in den Hals.

Krabben in Knoblauchsauce

Bei der Vorstellungsrunde erzählten alle von ihrer Hausrenovierung und der Hochzeit und dem Stress, den sie gerade mit der Kinderzimmereinrichtung hatten und lachten und drückten sich Küsse überall hin.
Ich hatte Hunger und dringend Lust auf ein Malzbier und Krabben in Knoblauchsauce.
Während ich mir den Genuss ausmalte, überlegte ich, wie ich mich vorstellen sollte, was ich sagen sollte, ohne die total bedürftige und/oder bemitleidenswerte „Alleinschwangere“ zu geben.
Als ich mir gerade die Worte »Also mein Mann kann heute leider nicht dabei sein, und auch die anderen Male nicht, weil er nämlich einen ganz ganz hohen und sehr sehr wichtigen Posten bei der NASA bekleidet und deswegen natürlich gerade in den USA ist, weil er eine, für die gesamte Menschheit, supersuperwichtige Mission vorbereiten muss…nein, nein, er selbst fliegt natürlich nicht ins All…! Aber zur Einschulung ist er pünktlich wieder da!«zurechtlegte, war ich auch schon dran und stammelte ein wenig verwirrt (und sehr hungrig und Pipi musste ich auch schon wieder) meinen Namen und all diese wichtigen Details, die die anderen sowieso in drei Sekunden wieder vergessen haben würden, in die Runde.

Mut

Und dann rutschte mir aus Versehen noch raus: »Und ich bin allein.«
Die Hüpfbälle schlugen erschüttert die Hände vor den Mund.
Ich hoffte, ich hatte mit dieser Information nichts Schlimmes angerichtet; vorzeitiger Blasensprung oder Wehen oder so.
Um Gottes Willen!

»Danke, dass du so offen bist!«, sagte die Hebamme, »Dazu gehört viel Mut!«
Nö, weiß nicht. So mutig fand ich das jetzt gar nicht.
»Wie schrecklich!«, sagte die Schwangere mit dem neuen SUV.
Entschuldige, aber »schrecklich«war nur, dass ich gerade kein Malzbier und kein Klo in Reichweite hatte.
»Respekt!«, sagte der werdende Vater, der die Kinderzimmereinrichtung selbst geschreinert hatte. »Meine Oma hat nach dem Krieg vier Kinder großgezogen. Das war sicher noch schwieriger als heute. Du schaffst das schon!«
Ja. Klar. Hauptsache, kein Krieg mehr.

Tapfer

Und dann wandten sich alle wieder ihren eigenen Problemen zu und versuchten tapfer den genauen Geburtsbeschreibungen zuzuhören. Damals dachte ich auch, dass das alles sicher gar nicht so anstrengend (und »ach wie schrecklich«) wird. Quasi ein Klacks. Na, man darf sich ja auch mal irren.

Meinem kleinen Leben das Leben geschenkt zu haben, ist das Allergrößte, Allerschönste und Allerbeste, das mir je passiert ist. Ich lerne gerade, auch wieder für mich selbst (zumindest ein bisschen) da zu sein. Und dann, glaube ich, wird alles eines Tages doch noch ein Klacks und ich werde stolz sein. Auch wenn ich kein Held bin. Den Kurs besuchte ich übrigens genau ein Mal. Hat trotzdem geklappt, mit der Geburt, irgendwie. 😉

Bis bald, liebe Wolke!


Gewinnspiel Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3

Wilma will zu euch! (Verlosung, Werbung) *beendet*

Ihr Lieben,
bald kommt der Frühling wieder. Juhu! Und deswegen möchte Wilma unbedingt zu euch, denn sie hat viele neue Lerngeschichten zum Thema „Frühling“ im Gepäck!
Welche das genau sind, könnt ihr hier „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 3. Frühling“ nachlesen.

Also: Hüpft in den Lostopf und gewinnt eine frühlingshafte Wilma Wochenwurm!

Ich verlose an euch einmal hier auf dem Wolke-Blog und einmal auf Facebook je ein Exemplar von „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 3. Frühling“.

Wenn ihr mir unter dem entsprechenden Facebookpost einen Kommentar hinterlasst bzw. mir eine E-Mail schickt, dass ihr teilnehmen möchtet, hüpft ihr automatisch in den Lostopf.
Und es wäre ganz, ganz toll, wenn ihr das Gewinnspiel auf Facebook teilen würdet, damit Wilma noch ein bisschen bekannter wird. Aber das ist selbstverständlich kein Muss. Freuen würde ich mich allerdings schon. 

Das Gewinnspiel beginnt heute am 20. Januar 2019 und endet am 25. Januar 2019 um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden danach per Los ermittelt und von mir per E-Mail bzw. auf Facebook benachrichtigt.

Ich wünsche euch ganz viel Glück!

(Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars bzw. mit der Versendung einer E-Mail erklärt ihr euch damit einverstanden, dass ihr mir im Fall eines Gewinns eure Adresse mitteilt. Eure Adresse wird nur zum Versand des Buchs „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 3. Frühling“ genutzt und anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch des Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr (rechtliche) Infos zum Gewinnspiel.)

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling Schmetterling Hallo liebe Wolke Susanne Bohne
Stille Momente

Stille Momente

Hallo liebe Wolke,
bist du manchmal still?
Es sind diese stillen Momente, die nur so lang dauern wie das schwache Aufleuchten eines Glühwurms im Sommer, sie sind kurz genug, um sie zu sehen, sie verschwinden gleich wieder, wenn man nicht richtig hinschaut, aber in diesem einen Augenblick sind sie da: stille Momente.

Sepia

Am Wochenende habe ich den Schluß von „French Kiss“ gesehen. „Ich will dich.“, sagte er im Flugzeug zu ihr und dann sah man sie, die beiden, im Spätsommer irgendwo auf einem französischen Feld knutschen, Meg Ryan im Blumenkleid und in diesen sepiahaften Farben, die alles ganz warm machen, selbst ein Eisklotz würde einen in Sepia wärmen. Ich bin nicht so der Mensch, der bei Filmen weint. Sollte man nicht glauben, denn ich bin doch eigentlich recht sensibel – wie habe ich mich neulich ausgedrückt, ‚ich habe ein Künstlerherz‘, ein bodenständiges, das wird manchmal beim Bücherlesen schwer und melancholisch, aber fast nie beim Fernsehen – nur wenn Meg Ryan in stillen Momenten knutscht. Weil ich mich ans Küssen erinnert habe. Und dass es mir fehlt und dass noch nie jemand zu mir „ich will dich“gesagt und es auch so gemeint hat, und dann habe ich mich weiter erinnert, dass ich das scheiße finde.

Glühwürmchen

Das letzte Mal habe ich Glühwürmchen gesehen als ich 17 war, die tanzten nach einem Discobesuch über den Gehwegplatten vor dem Schrebergartenhäuschen meiner Oma; wir, mein damaliger Freund und ich, waren spät dort vorbeigefahren, weil es auf dem Weg lag und wir noch nicht nach Hause in unsere Kinderzimmer wollten. Zwar waren wir nicht da, um die Glühwürmchen anzuschauen, aber das hellgrüne Leuchten fand ich trotzdem schön. Wir hatten kein Licht, wir hatten noch nicht mal Handys, das kann man sich heute ja gar nicht mehr vorstellen, die einzige Beleuchtung vor dem Schrebergartenhäuschen, in dem am nächsten Tag wieder meine Oma sitzen und Socken stricken würde, und nicht im Traum daran dachte, was die Enkeltochter in ihrem kleinen Großstadtdomizil getrieben hatte; die einzige Beleuchtung waren also die Glühwürmer, die uns noch ein Stück begleiteten, als wir mit ineinander verschlungenen Händen in die Nacht und zurück gingen.
Man macht lustige Sachen, wenn man jung ist.

Spießigkeit

3 Jahre, 3 Jahre, 11 Jahre, so lautete meine bodenständige Bilanz an Beziehungen bis ich 32 war, da schlich sich schon mit Anfang Zwanzig so etwas wie Spießigkeit ein, am Ende saß ich mit Hund in einer Reihenhaussiedlung, beschnitt die Koniferen, die nie so wuchsen wie ich es mir vorstellte, ging unter das Dach, um seine und meine Unterhosen in der Maschine zu waschen, putzte die Wendeltreppen, starrte aus dem Fenster auf die Kleinbürgerlichkeit, und wartete auf ein „ich will dich“.
„Nicht“, hörte ich eines Tages zwischen Umzugskartons und half ihm das Geschirr einzupacken, ich brauchte es ja eh nicht mehr, denn meine guten Jahre hatte ich vergeudet. Mit Warten.
Alles, was danach folgte, war schlecht fürs Herz, dagegen half kein Knutschen und den Sepiafilter hatte ich endgültig verlegt, da sieht man die Farben so wie sie eben sind.

„Ich will dich!“, das sagte ich später zu meiner Tochter in meinem Bauch, und manchmal überlegte ich, wie meine Kinder wohl ausgesehen hätten, wie sie gewesen wären, die in die Spießigkeit hineingeboren worden wären – vielleicht hätten wir mit dem Hund gespielt und im Garten ein Trampolin aufgebaut. Vielleicht aber auch nicht.

Nett

Den bittersüßen Geschmack, wenn die Menschen auf den Straßen und Spielplätzen und Kindergartenelternabenden einen ansahen als wären wir eine Familie, weil wir nett aussahen zusammen, den schmecke ich noch auf der Zunge, er fühlt sich schal an, aber nett sahen wir aus. Die anderen, die wussten das ja gar nicht, dass wir nicht zusammengehörten, dass Ringe nur ein leer dahingesagtes Versprechen waren, und dass das „ich will dich“mit einem schweigenden „nicht“ und dreiundzwanzig Ausrufezeichen versehen war. Das wussten weder die anderen, noch ich; blöd ist das, wenn man etwas nicht weiß, da kann man noch so nett aussehen, die Fassaden sind manchmal zu hoch, um hinter die Nettigkeit sehen zu können.
Manchmal denke ich mir, ich hatte drei Chancen – 3, 3, 11 – ich hätte zumindest eine davon nutzen sollen, das wäre doch mal was gewesen, nur hinterher ist man immer schlauer und außerdem hätte ich sonst nie meiner Tochter „ich will dich!“(fünftausend Ausrufezeichen) sagen können. Deswegen ist schon alles gut so wie es ist.

Stille Momente

Die stillen Momente, die gibt es, liebe Wolke. Bei mir sind sie kurz, wie das Aufleuchten eines Glühwürmchens, wenn man mit 17 in die Sommernacht läuft, überhaupt noch nicht viel weiß, und sich viel später, wenn die Falten an die Augen gezogen sind, dann und wann mit einem Lächeln an das Schrebergartenhäuschen und die haltenden Hände erinnern kann, die es im Leben gab.

Herz dich, meine Wolke!


Zeitgefühl Kinder gestern heute morgen übermorgen lernen Wilma Wochenwurm Kita KIndergarten Vorschule Grundschule

GESTERN – HEUTE – MORGEN: Kindern das Zeitgefühl beibringen. (Lerngeschichte & Printable)

Titel Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling für Kinder ab 4 Jahren Geschichten zum Vorlesen Lernen und Träumen

Heute ist Mittwoch. 
Das weiß die kleine Wilma, denn sie ist ja ein schlauer Wochenwurm. Welche Tage die Woche hat, das hat sie neulich gelernt und es sich gut merken können.

Aber die Sache mit „gestern“ und „morgen“ und sogar mit „vorgestern“ und „übermorgen“ ist wirklich schwierig, findet Wilma. Das konnte sie sich einfach nicht merken. Aber dann hatte sie eine gute Idee, denn Wochenwürmern fällt immer etwas ein:

„Heute ist Mittwoch“, überlegte Wilma.
„Wenn ich einmal schlafe, dann ist Donnerstag. Und das ist morgen.“

„Als ich gestern Abend im Bett lag, war noch Dienstag. Also war das gestern. Eigentlich ist das gar nicht so schwierig“, dachte Wilma. Denn sie stellte sich vor, dass die Wochentage große Kreise wären, auf denen man hin und her hüpfen konnte. 

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm_Teil3_gestern-heute-morgen_Zeitgefühl

Von HEUTE einen Sprung nach vorn, schon ist MORGEN.

Von HEUTE einen Sprung zurück, 

das war GESTERN.

Und so hüpfte Wilma vor und zurück und hin und her – und hatte bald verstanden, wann gestern oder morgen war. Ja, Wilma ist wirklich ein schlauer, kleiner Wochenwurm!

Kostenloser Download Arbeitsblatt zum Zeitgefühl

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling für Kinder in Kita Kindergarten und Grundschule mit Rätselbildern und Ausmalbildern Lehrmaterial Hallo liebe Wolke Susanne Bohne

(Werbung) „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm – Teil 3: Frühling
Für Kinder ab 4 Jahren mit weiteren Lerngeschichten sowie Rätsel- und Ausmalbildern und Schwungübungen. 
ISBN: 9783748139010, 56 Seiten, farbig illustriert

Das Buch ist im (Online-)Buchhandel erhältlich.

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Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling Schmetterling Hallo liebe Wolke Susanne Bohne

mødes igen (Oder: Hyggeliges Auf Wiedersehen!)

Hallo liebe Wolke,
weißt du, wer glücklich ist?
Die Dänen. Hat man herausgefunden. Und wer in seinem Sprachschatz ein „Hygge“ liegen hat, der kann ja gar nicht anders, der muss quasi glücklich sein. Auch, weil es sich schon ziemlich gemütlich anhört, „hyggelig“ nur auszusprechen. Aber auch die Dänen müssen ihre Gemütlichkeit erst lernen, habe ich gelesen. Und da habe ich mit den Dänen etwas gemeinsam.
Auf Wiedersehen Stress, Hallo Hygge!

Mach mal langsam!

Jahresendegedanken haben immer auch etwas mit Zurückschauen, mit Reflexion, zu tun – und ich bin mir sicher, dass das Betrachten des eigenen Lebens, oder seiner Gedanken, auch im Juni oder April nicht verkehrt ist. Das ist ein bisschen so, wie eine Zeitung aufzuschlagen und die Nase reinzustecken, dann nicht nur die Überschriften zu lesen, sondern auch die ganz kleinen Kolumnen an den äußersten Seiten, damit man sich ein bisschen informiert. Über sich selbst.
Egal wann ich meine Zeitung im Jahr 2018 aufgeschlug, immer stand darin: Mach mal langsam! Das Jahr 2018 hat mich gezwungen, zwei bis zweieinhalb Gänge runterzuschalten.

Hygge, Hektik, Huch

Das ist nicht immer so einfach, leicht auch nicht. Mein kleines Leben wurde dieses Jahr fünf Jahre alt, noch einmal schlafen, dann wird sie eingeschult. Das ist alles aufregend, so wie immer alles sehr aufregend mit einem Kind ist. Auch, weil man als Mama immer alles so verdammt richtig machen will. Was leider nicht funktioniert. Oder Gott sei Dank nicht. Trotzdem tragen diese Gedanken nicht unbedingt zur „Hyggeligkeit“ bei, das macht statt Hygge manchmal Hektik, Stress und Tränen. Beiderseits. Weil der Alltag eben Alltag ist. Und im Alltag sind nicht nur glitzernde Sternstunden Zuhause, sondern auch Probleme.
Bei vielen denkt man sich hinterher: Huch! Warum hast du dich bloß wegen solcher Kleinigkeiten so sehr gestresst? Doof, das.

Drei Bücher

2018 habe ich sagenhafte drei Bücher gelesen. Keine Kinderbücher, sondern Bücher für die Großen. Früher hätte ich drei Bücher an einem verregneten Wochenende gelesen, mit Wolldecke und Kuschelsocken, mit Tee und Keksen. Heute brauche ich eben ein ganzes Jahr dafür, weil mir die Augen schon meist beim Anblick meines Betts zufallen. Und wenn ich dann noch darüber nachdenke, dass ich eigentlich eher die Wäscheberge bezwingen müsste, statt mich in ein Buch fallen zu lassen, dann ist es mit dem Spaß an Hygge komplett vorbei.
In diesem Jahr habe ich gelernt, mich zur Ruhe zu zwingen. Und das ist ein ganz guter Zwang, finde ich.

Sieben Bücher Liebe

Sieben Bücher habe ich dieses Jahr mit dem kleinen Wurm Wilma veröffentlicht – und das ist eine tolle Zahl. Vielleicht wird die Zahl Sieben ja nun meine Lieblingszahl, auch weil ich noch keine Lieblingszahl hatte. Bisher.
Weil: Die Wilma Wochenwurm Bücher zu schreiben und ein bisschen dafür zu kritzeln und nachts die stille Ruhe meiner Wohnung zu genießen, das war sehr Hygge. Das war vielleicht weniger Gemütlichkeit, als das, was mich wirklich glücklich macht.

Meine Tochter erzählt immer ganz stolz: „Meine Mama ist Kin-der-buch-au-to-rin!“, was ja eigentlich nur am Rande wahr ist, mich aber dafür ebenfalls sehr stolz macht. Denn im Grunde, unterm Strich, am Ende des Tages, zählt für mich das, was mein kleines Leben stolz macht. Das, was sie glücklich macht. Das, was ihr persönliches Hygge ist. Und wenn ich es schaffe, dass nicht nur ich, sondern vor allem meine Tochter zufrieden und glücklich ist, dann ist das nicht nur ein großes Geschenk, sondern auch etwas, das ich als Liebe bezeichne.

So lang man Träume noch leben kann

2018 war aufregend. Mindestens ab Mitte des Jahres war es verdammt aufregend. Und es hat sich sehr gelohnt, sich aufzuregen, schlaflose Nächte zu haben, meine Nase noch tiefer in meine persönliche Gedankenzeitung zu stecken.
Heute Nacht hatte ich einen Ohrwurm und ich weiß nicht, warum ich mich ausgerechnet an dieses Lied erinnert habe, das meine Mutter oft hörte, als ich noch klein war.
Münchner Freiheit, 1988, So lang man Träume noch leben kann.
Darin heißt es:
Das große Ziel war viel zu weit
Für uns’re Träume zu wenig Zeit
Du weißt genau, daß irgendwann
Einmal ein Wunder geschehen kann
Versuchen wir es wieder
So lang‘ man Träume noch leben kann“

(Songwriter: Stefan Zauner / Aron StrobelSongtext von Solang‘ man Träume noch leben kann © Sony/ATV Music Publishing LLC)

Steine, Felsen, klettern

Fast am Ende diesen Jahres ist ein Wunder geschehen. Es ist vielleicht auch deshalb geschehen, weil ich nie aufgehört habe, an meine Träume zu glauben. Das war bis jetzt die größte Aufgabe meines Lebens, weil es viele Steine (Felsbrocken) gab, über die ich klettern musste. Weil ich manchmal dachte, ich schaffe es nicht mehr, das Klettern. Ich gebe auf, an das zu glauben, was ich mir wünsche.
Und ein Glück, habe ich immer weitergemacht, auch wenn es schwer fiel und mich 2018 zur Ruhe gezwungen hat, weil es sonst mit dem ganzen Klettern sehr schwierig geworden wäre.
Bald werde ich von meinem persönlichen Wunder berichten dürfen.

Gib nicht auf!

Wenn ich meinem kleinen Leben eins für 2019 und für den Rest ihres Lebens wünschen dürfte, dann, dass sie niemals aufgeben darf, für das, was in ihrem Herzen ist, zu kämpfen. An dem festzuhalten, an das man glaubt, egal unter welchen Umständen, ist das, was man sich immer anschauen sollte. Es macht Mut. Es macht das Leben aus. Es sind Ziele, die man mit Hygge erreicht. Und mit Liebe.

Weißt du, wer glücklich ist, liebe Wolke?
Die Dänen. Und ich.

Dass ich das eines Tages sagen würde, meine Wolke, ist ein zweites Wunder. Ganz ehrlich, daran habe ich nämlich fast nicht mehr geglaubt.
2019 wird ein nicht weniger aufregendes und anstrengendes Jahr als 2018. Es wird Steine geben, über die zu klettern sind. Es wird Tränen geben, es wird geschimpft, es wird geseufzt. Ich werde mein kleines Leben trösten müssen, und manchmal mich selbst.

Aber: 2019 wird noch mehr gelacht, noch mehr Quatsch gemacht, noch mehr geküsst und noch mehr geherzt. Es wird noch mehr geliebt. Und das, meine liebe Wolke, das ist, was diese, meine kleine Welt überdauern wird. Egal, welches Jahr wir schreiben werden.

Auf ein glücklich-gesundes-wundersames-hyggeliges Jahr 2019!


Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling für Kinder in Kita Kindergarten und Vorschule Kaulquappe Schmetterling Bienen Ostern Lernheft

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 3. Frühling. (Werbung)

Wilma Wochenwurm entdeckt den Frühling. Lerngeschichten für Kinder ab 4 Jahren in Kita, Kindergarten und Vorschule.

Hach ja, meine Wilma. Sie hat mich nun schon durch den Herbst und den Winter begleitet – und deswegen wird es Zeit, dass sie auch das Frühjahr und all die Dinge entdeckt, die Kinder spannend finden:

Welche Blumen blühen im Frühling?
Warum feiern wir Ostern?
Was wird aus manchen Raupen?
Warum sind Bienen so wichtig?
Woher kommen die Milch und die Butter?
Was passiert mit einer Kaulquappe?

Wilma Wochenwurm und ihre Freunde verraten es in ihrem dritten Lernheft rund um den Frühling mit liebevollen Illustrationen und Lerngeschichten. 

Spielerisch und mit ganz viel Spaß lernen Kinder in Kita, Krippe, Kindergarten, Vorschule und Grundschule, dass sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt, warum Bienen so wichtig für die Menschen und für die Natur sind und welche Blumen sogar schon im Januar blühen. 

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling Schmetterling Hallo liebe Wolke Susanne Bohne


Spannend ist auch, dass sich Kaulquappen in Frösche verwandeln, und bei einem Ausflug auf den Bauernhof lernt Wilma Wochenwurm, dass die Kuh Berta Milch gibt – und was man aus ihrer Milch herstellen kann. 
Mit Rätselbildern, Ausmalbildern und Schwungübungen zu allen Geschichten wird es Kindern ab 4 Jahren sicher nicht langweilig!

Inhalt:

  • Prinzessin Blaublüte hörte etwas. (Frühblüher/Schneeglöckchen)
  • Wilma auf dem Bauernhof (Woher kommt die Milch?)
  • Kaninchen Karl und das bunte Ei (Warum feiern wir Ostern?)
  • Lukas hat Hunger (Von der Raupe zum Schmetterling)
  • Zilly Zahnputzwurm (Wie man das richtige Zähneputzen lernt.)
  • Warum Bienen so wichtig sind?
  • Von der Kaulquappe zum Frosch
  • gestern – heute – morgen (Zeitgefühl lernen mit Wilma)

(Werbung) „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm – Teil 3: Frühling
Für Kinder ab 4 Jahren mit weiteren Lerngeschichten sowie Rätsel- und Ausmalbildern und Schwungübungen. 
ISBN: 9783748139010, 56 Seiten, farbig illustriert.

Das Buch ist im (Online-)Buchhandel erhältlich.

Link zum BoD-ShopLink zu ThaliaLink zu Amazon
Leseprobe
Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 3 Frühling Hallo liebe Wolke Susanne Bohne
Beispielfoto, kann abweichen
Frohe Weihnachten 2018 Hallo liebe Wolke

Ein Traum, ein Träumchen. Ein Herz, ein Herzchen. (Kein Weihnachtswunsch)

Hallo liebe Wolke,
hast du Träume?
Ich ja. Ein paar. Eigentlich sind es gar nicht viele. Nur vielleicht ein oder zwei.
Ich hab in meinem Leben oft den Fehler gemacht, entweder an den falschen Traum oder nicht richtig an die richtigen Träume zu glauben. Und das ist ein dummer Fehler, das kann ich dir sagen! Denn, wenn man nicht an seinen Traum glaubt, und sei es noch das kleinste Träumchen, dann wird das nichts. Halbherzigkeit ist nämlich nie gut.

Carpe diem

Mit Kalendersprüchen konnte ich mich noch nie anfreunden, ja, ich finde sie sogar ziemlich beknackt, meistens zumindest. Deswegen sträubt sich alles in und an mir, wenn ich sowas wie „don‘t dream it, be it“lese. Oder „carpe diem“.
Aber an eins glaube ich mittlerweile: ans Glauben. An sich selbst. An seine Träume.

Auch das – das Glauben – habe ich von meinem kleinen Leben gelernt. Wie so vieles. Ein kleines Kind, das gibt nicht auf.Das wird vielleicht hin und wieder äußerst wütend, wenn etwas nicht so klappt, wie es sich das vorstellt. Aber es steht immer wieder auf. Bis es laufen kann. Es wiederholt so oft die Laute bis es sprechen kann. Ein Kind hat von Anfang an Träume, das Verlangen, etwas wirklich zu können. Und es probiert es so lange bis sie wahr werden – die kindlichen Träume vom Können.

Mantje, mantje, timpe tee

Früher war ich ein bisschen wie des Fischers Frau im Märchen. Ich wollte (oder konnte) mich nicht mit dem zufrieden geben, was ich hatte. Vielleicht, weil ich dachte, mein, damals noch recht junges Leben, wäre zu Ende, wenn ich nicht weitergehen und mich ausprobieren könnte.Stillstand war unerträglich für mich. Bloß: Ich hatte kein wirkliches Ziel – oder, halt, doch, ich hatte eins. Mein Ziel war immer die Liebe, waren immer Männer („der eine“), obwohl ich nicht viele von ihnen hatte, ich sah in ihnen meinen Rettungsanker. Meinen Strohhalm. Aber dieser Traum war falsch, denn es war ja nicht mein eigener. Es war keiner, der nur mit mir selbst zu tun hatte.

Wie in diesem Märchen mit dem Butt und der nimmersatten Frau des Fischers, verlor auch ich alles. Und gewann alles. Das hört sich vermutlich ein bisschen verrückt an, aber hätte ich nicht alles verloren, hätte ich bis in alle Ewigkeiten so weitergemacht. Nur ohne mich.Ohne mein wahres Ich und meine wahren Träume.

Jammern?

Jetzt ist Weihnachten, ist das Fest der Liebe. Und auch, wenn ich manchmal ein wenig wehmütig, sentimental und melancholisch werde, weil ich mit meiner Tochter allein bin, so weiß ich heute, wer ich bin. Und ich weiß, dass das Jammern nicht viel hilft.Im Gegenteil.
Begegne ich heute Menschen, die scheinbar nicht viel anderes können, als zu jammern, dann wird es mir ganz flau. Sie halten mir einen Spiegel vor mein altes Ich. Und was ich da sehe, sieht nicht so schön aus. Deswegen: Jeder hat mal Anlass zu jammern, jedem geht mal das Licht am Horizont aus. Jedem. Doch bevor man in Selbstmitleid versinkt, sollte man sich seine Träume, seine wahren, echten, richtigen, Träume, vorstellen – und sich vorstellen, wie man selbst beim Jammern aussieht. Innerlich wie äußerlich. Ob einem das wirklich gefällt?

Traum und Träumchen, Herz und Herzchen.

Das Leben ist manchmal beschwerlich, man muss ab und zu mit Sachen zurechtkommen, mit denen man nicht zurechtkommen müssen will. Es gibt eben nicht nur immer Traum und Herz. Aber da sind schließlich auch noch die Träumchen. Und die Herzchen. Da sind so viele Zwischentöne, die viel mehr Weiß als Schwarz sind.

Und jetzt ist Weihnachten. Ein Tag, vor dem ich mich ein bisschen gefürchtet habe.
Dieses Jahr begehe ich es ohne falsche Träume, sondern mit meinen eigenen. Mit den echten. Und mit den Träumen meines kleinen Lebens.In jeder unserer Christbaumkugeln werden sich am Abend unsere Träume und unsere Liebe spiegeln.
Weil ich heute weiß, was Träume bedeuten. Meine Tochter hat mir gezeigt wie das geht.

Darum stimmt der Kalenderspruch „Don‘t dream it, be it“ nicht so ganz. Zumindest für mich nicht.

Träume, meine liebe Wolke, träum dein ganzes Leben lang!
Hab einen echten, deinen eigenen Traum!
Und sei es nur ein Träumchen.
Wenn du das hast, dann weißt du, was du dir selbst bedeutest.
Und dann kannst du an dich glauben.

Frohe Weihnachten, meine Wolke, von Herzen. Nicht nur von Herzchen!

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